… doch eh immer anders als man denkt.

Ruhe

Nach einem Monat sitze ich jetzt hier in aller Ruhe am Meer, im Earth Park Asia im Zimmer. Der Wind weht sanft durch den Raum, das Meer, ca. 15 Schritte entfernt, rauscht ruhig und stetig und ein paar Moskitos wollen mir angriffslustig meinen Platz streitig machen. Heute ist Montag, Einkaufstag. Da geht es nachmittags zum Markt. Heute mal ohne mich und den beiden großen Kids. Unsere lieben Freunde, die das hier alles aufgebaut haben, sind mit Kathi und Inara losgefahren. Der Motor des Vans hat beschlossen nur mehr 2 seiner 4 Zylinder zu verwenden, und das wird ihm hoffentlich in der Werkstatt ausgetrieben. Das zweite Fahrzeug, das muss ja auch mit zum Fahrer einsammeln, ist kleiner und so passen nicht alle hinein.

Noch in Wien

Vor unserem Start zur Reise haben wir einen Plan erstellt, wie wir die Tage vor der Abreise verbringen werden. Was nicht alles zu erledigen ist, und was wir alles mitnehmen werden. Nun, der Plan war gut, die Ausführung durch viele widrige Umstände, äh, ungenau. Wir hätten alles verkaufen sollen, was wir nicht mehr benötigen, das andere aussortieren und weg- oder einpacken, dann die Wohnung aufräumen, putzen, unsere Koffer packen, und am Abreisetag frohen Mutes und ungestresst mit einem Lächeln zum Flughafen losdüsen. Nun, wir waren am letzten Tag noch immer am aussortieren, verkaufen, etc..

Der Flug ging abends um 20 Uhr. Am Nachmittag packten wir alles was wir glaubten mitnehmen zu müssen, leider ohne die richtigen Zaubersprüche parat zu haben damit es organisiert passiert, endlich in Panik ein. Nun, die Wohnung war bei der Übergabe an unsere lieben Untermieterinnen in einem Chaos, wir hatten nicht alles wegräumen/putzen können. Mitgenommen haben wir auch nicht alles das, was wir geplant hatten. Wir haben sogar extra für die Reise besorgte Dinge verschenkt, vergessen, übersehen, …

Naja, ihr könnt euch vorstellen, wie es in uns vorgegangen ist, und wie beruhigt die ersten Tage unserer Reise vonstatten gingen.

Dann am Flughafen:

Die Technik

Hier angekommen hatten wir mit unseren SIM-Karten keinen lokalen Betreiber, da mit Wertkarten hier keiner verfügbar war. Also von Malaysia aus einen Vertrag in Österreich anmelden. Das war ein eigenes Kapitel, hat aber dann doch geklappt. Danke YESSS. Somit konnten auch SMS wieder empfangen werden. Puh. Dann mal versuchen auf die Webseiten einzusteigen. Keine Chance und ich habe den Fehler auch nicht gefunden. 2 Wochen herumprobiert, den Host kontaktiert, und binnen weniger Stunden haben die mein Problem erkannt und behoben. Jetzt können wir auch im Ausland auf die Seiten einsteigen. Danke World4You. Dann hat die Gehirnträgheit eingesetzt und ich war dann doch zu faul gleich etwas zu schreiben. Die Sonne scheint, das Meer ist unglaublich hautschmeichelnd warm und mit etwas Ruhe hat es dann aber doch gefunkt.

Erste Eindrücke

Es ist Schlimm, wieviel Zucker hier verwendet wird. Zucker ist so gut wie überall drinnen, und dann gleich als Hauptzutat (Ketchup, …), oder zumindest an 2. Stelle (Brot, …).

Huhn ist auf den Speisekarten ein eigener Bereich, kein “Fisch” – kein “Fleisch”, und man kann Hühner entweder am Markt noch lebend, an den Füßen zusammengebunden kaufen, oder im Supermarkt liegen die zerstückelten Leichenteile gleich neben der Kühltruhe, auf Eiswürfeln gelagert, zum selbst einpacken herum und stinken vor sich hin. Es gibt Huhn hier auch in einer Superfood-Verpackung, denn Hühner-Elexier ist “gut fürs Gehirn” (“die spinnen die Römer”).

Gelynchter Fisch ist sowieso, mit einem noch viel intensiveren, tja, “Geruch”, fast überall in Unmengen zu kaufen.

Das malaysische Kochbuch von Lotus and Artichoke hat uns mit einem hier einheimischen Gericht “Sayur Lodeh” beglückt, und das war echt lecker. Da ich kein Fan von Zitronengras bin, habe ich es weggelassen, nur die letzten Minuten dann, auf anraten, noch schnell hinzugefügt. Es wurde trotzdem gut *g*. Das Gericht ist ja normalerweise nicht vegan, wie so vieles auf diesem Planeten, aber die Kochbücher veganisieren alles echt schmackhaft.

Beruhigung

Hier im Earth Park sind wir davon zum Glück recht weit entfernt von dem von Menschen gemachten Disaster, und ein wenig Ruhe wird unseren gestressten Großstadt-Nerven sicher gut tun. Ich denke jetzt mal, dass der nächste Beitrag in nicht so langer Zeit folgen wird.

Ich werde mal nach den Kids sehen, denn es ist schon sehr verdächtig ruhig gerade….